Asus Taichi im Test – Ultrabook Convertible mit zwei Displays Reviewed by Gerald Kettenburg on . Asus Taichi: Ultrabook Convertible im Test Wer Interesse an einem Asus Taichi hatte, musste vor allem eins mitbringen: Geduld. Das Ultrabook war Anfang bis Mitt Asus Taichi: Ultrabook Convertible im Test Wer Interesse an einem Asus Taichi hatte, musste vor allem eins mitbringen: Geduld. Das Ultrabook war Anfang bis Mitt Rating:

Asus Taichi im Test – Ultrabook Convertible mit zwei Displays

Asus Taichi im Test – Ultrabook Convertible mit zwei Displays

Asus Taichi: Ultrabook Convertible im Test

Asus Taichi im Test - Zusammenfassung

Wer Interesse an einem Asus Taichi hatte, musste vor allem eins mitbringen: Geduld. Das Ultrabook war Anfang bis Mitte 2012 auf den ersten Messen vertreten. Der Release des Ultrabook Convertible war aufgrund der Touch-Bedienung an Windows 8 (Release: Oktober 2012) gekoppelt und laut Asus sollte das Taichi mit seinen beiden Displays auch wenige Wochen später kommen. Dann verging einige Zeit, doch es kam kein Taichi. Seitens Asus gab es keinerlei Aussagen, woran es haperte. Inzwischen ist das Asus Taichi zumindest in der 11 Zoll Variante komplett auf dem Markt angekommen. Auch auf dem US-Markt findet sich vom Taichi mit 13 Zoll Display noch keine Spur.

Die Besonderheit des Asus Taichi sind die beiden Displays. Andere Hersteller haben sich eine häufig komplexe Mechanik ausgedacht, um die Nutzung des Ultrabooks als Tablet zu ermöglichen. Asus hingegen hat einfach mal zwei hochwertige IPS-Panels in ein Ultrabook gepackt. Das innere Panel verfügt über ein mattes Finish und ist nicht berührungsempfindlich. Das äußere Tochscreen-Display hingegen hat ein glänzendes Finish. Es ist auch möglich, beide Displays gleichzeitig oder voneinander unabhängig zu nutzen.

Abgesehen von den beiden Displays, braucht sich auch die restliche Hardware des Asus Taichi nicht zu verstecken. Bei der getesteten Variante handelt es sich um das Asus Taichi21-CW003H. Dieses wurde uns freundlicherweise von notebooksbilliger.de für den Test bereitgestellt. Das Gerät verfügt über einen Intel Core i5 3317U Prozessor mit 1,7GHz. Mittels Turbo Boost leistet der Prozessor kurzzeitig bis zu 2,6GHz. An Arbeitsspeicher sind insgesamt 4GB DDR3-RAM verbaut. Die Größe der reinen SSD beträgt 128GB und reicht somit den meisten für die wichtigsten Daten und Programme. Die beiden Displays werden durch eine integrierte Intel HD 4000 betrieben. Das Asus Taichi21-CW003H ist die aktuell günstigste Variante und liegt aktuell (Stand Februar 2013) bei rund 1300€. Die teureren 11-Zoll-Variante verfügen über eine größere SSD Festplatte oder einen Intel Core i7 Prozessor.

Zusätzlich zu diesem Test haben wir ein kleines Hands-on zum Asus Taichi in unserem YouTube-Kanal UltrabookPictures veröffentlicht. Hier kannst du dir einen kleinen Überblick zum Taichi verschaffen. Außerdem haben wir das Taichi in diesem Video mit dem Dell XPS 12 und dem Lenovo Yoga 13 verglichen.

Die folgenden Kriterien werden innerhalb des Tests bewertet und fließen (teilweise) anhand des Bewertungsschemas in die Gesamtbewertung des Ultrabook Convertible mit ein:

Arbeitsgeschwindigkeit

Die Performance des Taichi kann wie bei den meisten Ultrabooks, zumindest mit reiner SSD, überzeugen. System- und Programmstart gehen flott über die Bühne und auch die Benchmarks können sich sehen lassen, wie du im Folgenden lesen kannst.

Benchmarks

Für die Bewertung der Gesamtperformance setzen wir auf die Benchmarking-Software PC-Mark 7. Hier erreicht das Asus Taichi einen guten Wert von 4235 Punkten und bewegt sich damit in der Oberklasse der durch uns getesteten Ultrabooks. Die Performance von Lese- und Schreibgeschwindigkeit der Festplatte bewerten wir mit dem Tool Crystal Disk Mark. Die 128GB SSD Festplatte erreicht sehr gute sequentielle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 470MB/s, bzw. 321MB/s. Auch der Arbeitsspeicher ist keine Enttäuschung. Mit 9026MB/s laut NovaBench ist die Geschwindigkeit nicht unschlagbar, aber dennoch gut.

Startvorgänge

In den Zeiten von Windows 7 waren die Unterschiede beim Systemstart auch bei Ultrabooks mit SSD-Festplatte noch relevanter. Mit der Einführung von Windows 8 sind hier kaum noch Unterschiede festzustellen, vor allem wenn die Ultrabooks über eine SSD-Festplatte verfügen. Daher fließen diese Ergebnisse nur noch bei starken Abweichungen in die Endnote mit ein. Dennoch wollen wir niemanden die Werte vorenthalten. Für das Booten aus dem ausgeschalteten Zustand benötigt das Taichi in der Regel 8-9 Sekunden. Der Ruhezustand (S4) ist standardmäßig deaktiviert. Wird dieser manuell aktiviert, benötigt das Taichi ca. 6 Sekunden bis zur vollständigen Betriebsbereitschaft. Aus dem Standby (S3) werden ca. 2 Sekunden benötigt. Hier gibt es nur wenig Überraschungen, alle Werte liegen in der Norm.

Bewertung – Arbeitsgeschwindigkeit
Bewertung Arbeitsgeschwindigkeit: 4 von 5 Sternen

Das Asus Taichi erhält in der Kategorie Arbeitsgeschwindigkeit 4 von 5 möglichen Sternen. Das Ultrabook verfügt über eine sehr gute Gesamtperformance. Luft nach oben ist vor allem durch einen schnelleren Intel Core i7 und auch die Geschwindigkeit des Arbeitsspeicher lässt noch etwas Spielraum. Sehr gut ist die Performance der SSD-Festplatte.

Display

Das Display des Asus Taichi zu bewerten fällt nicht ganz leicht, da das Gerät über zwei Displays verfügt. Aus diesem Grund werden innerhalb der Unterkategorien beide Displays bewertet. Das Gesamtergebnis ist der Mittelwert der beiden Einzelbewertungen. Bei beiden Displays handelt es sich um hochwertige 11,6 Zoll IPS Panels. Das äußere Display des Asus Taichi ist berührungsempfindlich und verfügt über ein glänzendes Finish. Das innere Display ist matt und hat keine Touch-Funktionalitäten. Beide Panels bieten im ersten Eindruck ein sehr gelungenes Bild.

Auflösung und Spiegelung

Beide Displays verfügen über eine maximale Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln, also Full-HD. Für ein 11-Zoll Gerät ist die Auflösung schon sehr hoch, die dargestellten Inhalte sind entsprechend klein. Hier kann mittels der Windows-Darstellung die Größe von Elementen auf 150% gezoomt werden, was sich für die meisten Nutzer empfehlen wird. Die Spiegelungen des  glänzenden Touchscreen-Displays sind naturgemäß recht stark. Um einen angenehmen Außeneinsatz zu ermöglichen, ist auch die Helligkeit nicht ausreichend. Hierzu mehr im Folgenden. Aufgrund des matten Finishs sind die Spiegelungen des inneren Panels nicht so ausgeprägt. Lediglich wenn stärkere Lichtquellen im Blickwinkel liegen, werden diese störend.

Datenblatt des Asus Taichi

Hier geht es zum Datenblatt des Asus Taichi

Blickwinkel, Helligkeit und Kontrast

Wie von den meisten IPS-Panels gewohnt, verfügen die beiden Displays über einen sehr guten Blickwinkel. Besonders bei einer Nutzung als Tablet ist dies auch erforderlich. Die Helligkeit des inneren Displays liegt bei ca. 221 cd/m². Bei einem sehr geringen Schwarzwert von 0,18 cd/m² ergibt sich ein hoher Kontrast von 1227:1. Auch das äußere Panel braucht sich vor allem beim Kontrast nicht zu verstecken. Die Helligkeit ist mit 213 cd/m² kein Spitzenwert. Aber auch hier ergibt sich durch einen geringen Schwarzwert von 0,13 cd/m² ein Spitzenkontrast von 1638:1.

Bewertung – Display
Bewertung Display: 4 von 5 Sternen

Die beiden Displays des Asus Taichi erhalten 4 von 5 möglichen Sternen. Beide Panels sind absolut hochwertig und bieten durch den sehr guten Kontrast ein knackiges Bild. Nur im Mittelfeld bewegt sich die Helligkeit beider Panels. Dies macht die Arbeit im Freien mit dem Touchscreen aufgrund des glänzenden Finish nur sehr schwer möglich, da die Spiegelungen Überhand nehmen. Das innere, matte Display ist hier eindeutig besser geeignet, aber aufgrund der Helligkeit auch nicht unschlagbar.

Ausstattung und Zubehör

Ein 11 Zoll Ultrabook bietet alleine aufgrund der Größe schon wenig Platz. Wenn dann noch zwei Displays verbaut sind, wird es aufgrund der von Intel festgelegten Ultrabook Spezifikationen schnell knapp, besonders bei der Breite. Dennoch hat Asus es geschafft, zumindest die wichtigsten Schnittstellen zu integrieren.

Anschlüsse und Schnittstellen

An der linken Gehäuseseite ist ein Kombi-Port für Kopfhörer und Mikrofon, ein USB 3.0 Port, sowie ein Mini-VGA-Port verbaut. Zusätzlich finden sich hier zwei Schalter, einer für die Regelung der Lautstärke und ein weiterer für das Deaktivieren des äußeren Displays. An der rechten Gehäuseseite befindet sich ein weiterer USB 3.0 Port, der Anschluss für den Netzadapter und ein Micro-HDMI-Port. Der Power-Schalter schaltet das Gerät ein oder in den Standby, eine LED gibt Auskunft über den Betriebszustand. An Vorder- und Rückseite sind keinerlei Anschlüsse angebracht. Für die drahtlose Kommunikation sorgen Bluetooth 4.0, n-WLAN und Wireless Display. Ebenfalls lobenswert: Auch wenn das Taichi nicht über einen Netzwerk-Port verfügt, befindet sich ein USB-Ethernet-Adapter im Lieferumfang. Auch ein VGA Adapter ist beigefügt.

Eingabegeräte (Tastatur, Touchpad und Touchscreen)

Die Tastatur kann auf Anhieb überzeugen. Die Tasten verfügen über einen bei Ultrabooks und Notebooks gewohnt kurzen Hubweg und einen knackigen Anschlag. Auch die Anordnung ist intuitiv, das Tippen gelingt auf Anhieb. Wer auch gerne mal im Dunkeln arbeitet, wird sich über die Hintergrundbeleuchtung freuen, die in drei Stufen regelbar ist.

Das Touchpad des Asus Convertible beinhaltet zwei integrierte Tasten, die sich am unteren Bereich des Pads befinden. Der Druckpunkt beider Tasten ist sehr gut und deutlich spürbar. Auch Multitouch-Gesten verarbeitet das Touchpad problemlos. Insgesamt ist es sehr gelungen, der einzige Nachteil ist, dass der Übergang der Tasten nicht spürbar ist. Somit wird teilweise versehentlich die andere Taste als geplant genutzt. Dies stört aber sicherlich nicht jeden.

Auch der Touchscreen reagiert recht gut auf Eingaben. Ein Problem hierbei ist die hohe Auflösung. Bei einem 11 Zöller mit einer Full-HD Auflösung können dicke Finger schon leicht zum Verhängnis werden. Eine Lösung stellt die bereits erwähnte Änderung der Darstellung in Windows dar. Eine weitere Option hat Asus in Form eines aktiven Digitizer Pens direkt dem Lieferumfang beigelegt. Dieser funktioniert gut und verringert die Problematik mit der Full-HD Auflösung fast vollständig. Zu bemängeln ist die Windows-Taste des Touchscreens. Diese reagiert teilweise etwas träge und setzt Berührungen häufiger nicht um.

Sound

Für den Sound sorgen zwei Bang & Olufsen ICEpower Lautsprecher, die an der rechten und linken Gehäuseunterseite verbaut sind. Wirklich vom Hocker haut einen der Sound nicht, dennoch ist er aufgrund der hochwertigen Lautsprecher besser, als bei den meisten Ultrabooks. Auch bei höherer Lautstärke verzerrt der Ton nicht, Bässe sind erwartungsgemäß fast nicht vorhanden.

Bewertung – Ausstattung und Zubehör
Bewertung Ausstattung und Zubehör: 4,5 von 5 Sternen

Für ein 11 Zoll Ultrabook Convertible braucht sich das Asus Taichi nicht zu verstecken. Die wichtigsten Anschlüsse, beispielsweise für Bildschirm oder Beamer, sind an Bord. Auch ein USB-Ethernet-Adapter, der im Lieferumfang enthalten ist, kann nicht als Standard bezeichnet werden. Tastatur, Touchpad und Touchscreen reagieren gut auf Eingaben, lediglich der Start-Button im Tablet Modus ist zu träge. Alles in allem ein sehr rundes Paket, andere 11 Zöller können hier nicht mithalten. Daher erhält das Taichi 4,5 von 5 möglichen Sternen.

Verarbeitung und Emission

Besonders in dieser Kategorie haben einige Ultrabook Convertibles zu kämpfen, da die Umwandlung zwischen Tablet und Ultrabook erfolgen muss. Dabei dennoch eine gute Stabilität zu gewährleisten ist häufig nicht ganz einfach. Temperatur und Lautstärke wurden im aufgeklappten Desktop-Modus gemessen, eine Veränderung trat aber subjektiv auch nicht in anderen Modi auf.

Verarbeitung

Das aus Aluminium gefertigte Unibody-Gehäuse des Taichi macht bereits auf den ersten Eindruck einen sehr soliden Eindruck. Dieser Eindruck bestätigt sich auch bei einer genaueren Betrachtung. Lediglich in der Mitte der Unterseite kann das Gehäuse um 1-2 Millimeter eingedrückt werden. Dies ist aber nicht störend. Auch die Suche nach Spaltmaßen endet vergeblich. Der Deckel mit den beiden Displays verfügt ebenfalls über eine recht ordentliche Stabilität. Wenn das Display mit einer Hand an den Ecken geöffnet wird, verbiegt sich nichts. Lediglich mit zwei Händen lässt sich das Display verbiegen. Insgesamt gibt es an der Verarbeitung beinahe nichts auszusetzen.

Datenblatt des Asus Taichi

Hier geht es zum Datenblatt des Asus Taichi

Lautstärke

Nach dem ersten Anschalten ist das Taichi beinahe nicht hörbar. Nachdem das Gerät einige Zeit ohne Beanspruchung läuft (Idle) ermittelte das verwendete PCE-322A von PCE Instruments ca 30 dB. Somit ist das Convertible im Test beinahe geräuschlos. Auch ein Surfen im Web oder das Schreiben von Texten änderte hier nichts. Lauter wird es erst bei stärkerer Beanspruchung, wie beispielsweise grafischen Anwendungen. Hier ging der Pegel hoch auf ca. 35 dB. Die maximale Lautstärke lieferte erst ein Stresstest, hier wurden ca. 37 dB gemessen. Trotz des kleinen 11 Zoll Gehäuses, das ein gutes Temperatur- und Lüftermanagement erschwert, liefert das Taichi hier absolut überzeugende Ergebnisse. In den meisten Fällen ist das getestete Asus Taichi beinahe nicht wahrnehmbar gewesen. Auch ein Wechsel der Lüftergeschwindigkeit erfolgt nur selten.

Temperatur

Im Idle-Betrieb blieben die Temperaturen des Asus Taichi stets in einem angenehmen Bereich. Aufgrund der Lüftung wird der hintere Teil des Convertibles im Test jeweils einige Grad wärmer. Das verwendete PCE-888 Thermometer ermittelt an der Unterseite im Schnitt ca. 27° C. An der Oberseite liegen die Temperaturen durchschnittlich bei ca. 26° C. In der Nähe der Lüfter wurde nur selten die Marke von 30° C überschritten. Bei mittlerer Beanspruchung befinden sich die Temperaturen an der Unterseite bei maximal 37° C, die Oberseite bleibt mit maximal 35° C etwas kühler. Lediglich unter starker Last überschreiten die Temperaturen einen angenehmen Bereich. Hier waren an der Unterseite des Gehäuses bis zu 48° C messbar, die Oberseite kam teilweise sogar auf 50° C. Hier wird ein Arbeiten bereits mehr als unangenehm.

Bewertung – Verarbeitung und Emission
Bewertung Verarbeitung und Emission: 4 von 5 Sternen

Bezüglich der Verarbeitung und auch der Lautstärke befindet sich das Taichi auf Top-Niveau. Das Ultrabook ist meistens fast nicht hörbar, die Verarbeitung kann beinahe komplett überzeugen, lediglich die Stabilität des Displays könnte etwas besser sein. Abzüge gibt es vor allem für die zu hohe Wärmeentwicklung. Daher erhält das Taichi hier 4 von 5 Sternen.

Mobilität

Besonders bei einem Ultrabook Convertible ist der Faktor Mobilität entscheidend. Wer möchte das Gerät schon gerne auf dem Sofa als Tablet nutzen und ständig nach dem Ladekabel greifen müssen? Wo wir nun bereits beim Thema sind,  kommen wir direkt zu den Akkulaufzeiten des Asus Taichi. Asus selbst gibt diese mit 5 Stunden an, was für eine ohnehin meistens zu hohe Herstellerangabe recht wenig ist. Um eine realistischeren Wert zu ermitteln, setzen wir auf das Benchmarking-Tool Powermark. Im Performance-Modus kam das Taichi hier auf gerade mal 1:33 Stunden. Wird in der integrierten Software der Modus “Battery-Saving” ausgewählt, steigt der Wert immerhin auf 2:13 Stunden. Fairerweise ist aber zu erwähnen, das Powermark den Akku stärker beansprucht, als beispielsweise normales Surfen oder Büroarbeiten. Aber auch hier werden nur in den seltensten Fällen die 3,5 Stunden überschritten. Für ein Ultrabook eindeutig zu wenig, vor allem in dieser Preisklasse.

Auch das Gewicht ist nicht unwichtig in dieser Kategorie, da zur Mobilität auch ein einfacher Transport gehört. Bei den 11 Zoll Ultrabooks bewegt sich das Taichi im Test innerhalb des Mittelfelds. Die 1,25 Kilogramm, die das Taichi wiegt, sind aber absolut im Rahmen, vor allem wenn das zusätzliche Gewicht durch das zweite Displays bedacht wird.


Ein weiterer Faktor ist die Möglichkeit, im Freien mit dem Ultrabook Convertible zu Arbeiten. Hier kommt es auf das Display an, vor allem, ob ein mattes oder ein glänzendes Finish vorliegt. Aber auch die Helligkeit ist entscheidend und kann die Spiegelungen eines glänzenden Displays teilweise kompensieren. Das äußere Display des Taichi ist spiegelnd und hat eine nicht überragende Helligkeit. Aus diesem Grund ist das Arbeiten im Tablet Modus im Freien nur sehr eingeschränkt möglich. Sobald starker Lichteinfall ins Spiel kommt, macht das Taichi als Tablet keinen Spaß mehr. Das innere Panel ist aufgrund des matten Finish hier wesentlich besser geeignet. Es spiegelt nur minimal, somit ist ein Arbeiten im Freien wesentlich besser möglich.

Bewertung – Mobilität
Bewertung Mobilität für das getestete XPS 12: 3 von 5 Sternen

In der Kategorie Mobilität erhält das Taichi 3 von 5 Sternen. Die Akkulaufzeit ist bei einem Ultrabook in dieser Preisklasse einfach nur enttäuschend. Das Gewicht ist in Ordnung, ein Arbeiten im Freien wird durch das matte, innere Display ermöglicht, allerdings nicht ohne Spiegelungen. Das Touch-Panel ist für den Einsatz bei stärkerem Lichteinfall ungeeignet, da die Reflexionen sehr störend sind.

Preis-/Leistung

Bewertung Preis-/Leistung: 3 von 5 Sternen

Ein Preis-/Leistungs-Wunder ist das Asus Taichi nicht. Für einen Preis von aktuell (Stand Februar 2013) 1300€ ist das getestete Asus Taichi21-CW003H kein Schnäppchen. Auch wenn das Taichi in den meisten Kategorien überzeugen kann, ist der Preis nicht günstig. Dies ist sicherlich auch durch die beiden hochwertigen IPS-Panels zu begründen, dennoch kann hier mehr erwartet werden, vor allem was die Convertible Eigenschaften angeht, die im nächsten Kapitel bewertet werden. Daher erhält das Taichi hier 3 von 5 möglichen Sternen.

Convertible-Bewertung

Bewertung Convertible: 3 von 5 Sternen

An dieser Stelle wird das Asus Taichi als Convertible bewertet. Um die Vergleichbarkeit zu anderen durch uns getesteten Ultrabooks weiterhin zu gewährleisten, fließt das Ergebnis nicht in die Gesamtwertung ein.

Das Asus Taichi verfügt wie bereits erwähnt über zwei Displays im Deckel. Das äußere der beiden Displays ist berührungsempfindlich und kann als Touchscreen genutzt werden. So kann das Ultrabook beispielsweise zugeklappt auf dem Sofa als Tablet genutzt werden. Aber auch weitere Modi sind möglich. Beispielsweise kann das Ultrabook aufgeklappt als Tablet genutzt werden, die Base dient dabei als Stand. Die beiden Displays des Taichi können dabei separat angesteuert werden. Zu unterscheiden sind hier vier Modi: Notebook-, Tablet-, Dual-Screen- und Mirror-Modus. Der Notebook-Modus versteht sich von selbst, ebenso der Tablet-Modus. Bei den beiden anderen Modi wird das Bild entweder gespiegelt (Mirror), also beide Displays zeigen den selben Inhalt oder der Bildschirm wird erweitert (Dual-Screen). Um die Umschaltung zwischen den Screens vorzunehmen, befindet sich eine Taste im oberen, rechten Bereich des Keyboards. Hier kann zwischen den 4 Modi gewählt werden. Damit dies nicht versehentlich passiert und der Gegenüber fleißig mitlesen kann, hat Asus an der linken Gehäuseseite einen Sperrschalter angebracht. Ist dieser aktiviert, ist nur der normale Notebook-Modus möglich.

Nach dem ersten Einschalten des Gerätes folgte die Ernüchterung. Nur in den seltensten Fällen ließ sich das Touchscreen-Display aktivieren. Die gesamte Umschaltung funktionierte alles andere als einwandfrei. Nach kurzer Zeit bot uns Asus jedoch ein Update an, was auch dankend angenommen wurde. Nun lief die Umschaltung schon um einiges besser. Dennoch dauert es verhältnismäßig lange, bis der Wechsel zwischen den Modi erfolgt, wobei dies vermutlich eher an Windows liegt, da die Umschaltung zwischen Bildschirmen häufig etwas träge ist. Ein weiteres Manko ist die Windows-Taste im Tablet-Modus, diese reagiert träge, manchmal auch gar nicht, das nervt. Auch die von Asus angepriesenen Modi mit erweiterten oder gespiegelten Displays sind in der Praxis wenig sinnvoll. Für Präsentationen am Tisch sind beide Displays ohnehin zu klein, auch sind die Betrachtungswinkel dann bei beiden Personen sehr ungünstig. Eine parallele Bedienung ist zwar möglich, aber wir haben keine Sitzposition gefunden, in der dies auch Sinn gemacht hätte. Ebenfalls etwas störend ist die Umgewöhnung zwischen Touch und nicht Touch. Nachdem das Ultrabook als Tablet genutzt wurde, ist es häufiger passiert, dass auch eine Bedienung per Finger auf dem Non-Touch-Display versucht wurde.

Alles in allem erscheint Asus Konzept mit zwei Displays wenig aufzugehen. Eine parallele Nutzung beider Displays macht kaum Sinn und der Käufer bezahlt zwei IPS-Panels. Auch die Umschaltung ist träge, wirklich Freude kam in den seltensten Fällen auf, auch wenn beide Displays ohne Frage ein sehr gutes Bild haben. Das Konzept an sich ist interessant, aber die Umsetzung mit einem nicht-Touch Display ist nicht optimal. Daher erhält das Taichi in dieser Kategorie nur 3 von 5 möglichen Sternen.

Fazit

Asus Taichi im Test - Ergebnis

Grundsätzlich ist das Asus Taichi ein gelungenes Ultrabook, jedoch hat es einige Schwächen. Die Performance ist gut, ein i7 Prozessor könnte sicherlich noch für eine Steigerung sorgen, sonst gibt es keine Beanstandungen. SSD und Arbeitsspeicher arbeiten schnell, das belegen auch die Benchmarks. Die beiden Displays sind gut, mit Potential nach oben. Beide haben keine sehr gute Helligkeit, was die Arbeit bei starkem Lichteinfall mit dem glänzenden Touchscreen fast unmöglich macht, das matte Panel ist hier schon besser geeignet. Dafür liefern beide Screens satte Farben. Auch die Ausstattung ist für ein 11 Zoll Ultrabook sehr gelungen. Es ist alles an häufig benötigten Anschlüssen vorhanden, wenn aufgründ der kleine Gehäusemaße auch in Mini- oder Micro-Ausführung. Auch die beiliegenden Adapter für VGA und Ethernet sind nicht alltäglich. In der Kategorie Verarbeitung und Emission patzt das Asus Taichi im Test lediglich bei der Wärmeentwicklung unter Last. Die Mobilität ist einer der Hauptpunkte, die gegen das Taichi sprechen. Die Akkulaufzeit für ein Ultrabook im Premium-Segment ist viel zu gering, selbst bei Office-Tätigkeiten ist meistens nach 3 Stunden Schluss. Ein weiterer Kritikpunkt sind die Spiegelungen, das äußere Display ist im Freien quasi unbrauchbar, das matte innere Panel könnte ebenfalls eine bessere Helligkeit vertragen, um Spiegelungen zu vermeiden.

Beim Asus Taichi handelt es sich bis auf die Mobilität um ein sehr gutes Ultrabook, als Convertible oder Tablet konnte es nicht überzeugen. Häufig hakte die Umstellung zwischen den unterschiedlichen Modi. Auch die Windows-Taste im Tablet Modus reagiert mal träge und mal überhaupt nicht. Das Konzept mit zwei Displays mag grundsätzlich recht interessant sein und hat auf jeden Fall einen enormen “Wow-Faktor”, in der Praxis hingegen ist ein realer Nutzen von beiden Screens im Parallelbetrieb eher fraglich. Auch, dass das innere Display nicht über Touch-Funktionalitäten verfügt, erfordert immer wieder eine Umstellung.

Für einen Preis von aktuell (Stand Februar 2013) ca. 1300€ bekommt der Käufer ein sehr gutes verarbeitetes Ultrabook, das bis auf die geringe Akkulaufzeit überzeugen kann. Ein vollwertiger Tablet-Ersatz ist das Taichi dennoch nicht. Hier schneiden andere Convertibles besser ab. Aus diesen Gründen erhält das Asus Taichi im Test 75% mit 3,5 von 5 möglichen Sternen und der Gesamtnote “Gut”

Wer das Asus Taichi in einem kurzen Hands-on sehen will, der sollte zudem bei unserem YouTube-Kanal UltrabookPictures vorbeischauen. Hier geben wir einen ersten Eindruck zum Asus Taichi.

Artikelbild-Quelle: Asus

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