Im Test: Dell XPS 12 Ultrabook Convertible

Im Test: Dell XPS 12 Ultrabook Convertible

XPS 12 im Test – Ultrabook Convertible von Dell

Dell XPS 12 Ultrabook im Test - Testsiegel

Es gibt mittlerweile einige Ultrabook Convertibles auf dem Markt, dabei sind die unterschiedlichsten Konzepte für die Verwandlung von Ultrabook zu Tablet vorhanden. In diesem Test begutachten wir das XPS 12 aus dem Hause Dell, bei dem die Transformation durch ein im Rahmen drehbares Display umgesetzt wird. Genauere Einzelheiten zu diesem Mechanismus findest du im Absatz Convertible-Bewertung in diesem Ultrabook Test.

UPDATE: Wir haben die Haswell Variante des XPS 12 mittlerweile genauer unter die Lupe nehmen können, weiteres findet ihr hier: Vergleich: Haswell vs. Ivy Bridge mit Dell XPS 12.

Dell hat uns für diesen Test die Top-Variante des XPS 12 zur Verfügung gestellt. Sie verfügt über einen Intel Core i7 3517U (inkl. Intel HD4000), eine 256 GB SSD (Samsung PM830) und 8 GB Arbeitsspeicher. Diese Variante wird aktuell (Januar 2013) für rund 1500 € bei Dell angeboten. Es sind zwei weitere Grundkonfigurationen verfügbar, die Unterschiede liegen beim Arbeitsspeicher, der CPU und der Größe der SSD. Das XPS 12 hat momentan einen Einstiegspreis von ca. 1200 €.

Begleitend zu diesem Test findest du in unserem YouTube-Channel UltrabookPictures ein Video, in dem das XPS 12 in bewegten Bildern zu sehen ist. Natürlich zeigen wir auch den Drehmechanismus.

Die folgenden Kriterien werden innerhalb des Tests bewertet und fließen (tlw.) anhand des Bewertungsschemas in die Gesamtbewertung des Ultrabooks mit ein:

Arbeitsgeschwindigkeit

Die Ausstattung des zu diesem Test vorliegenden XPS 12 kann man getrost als High-End bezeichnen, zumindest bei den Ultrabooks ist viel mehr aktuell nicht möglich. Aber alle bei Dell und den anderen Online-Händlern zu bestellenden Varianten verfügen über eine gute leistungsbezogene Ausstattung, es ist immer eine schnelle SSD und mindestens ein i5 dabei. Bei den allermeisten Aufgaben, die wir Anwender an unsere Ultrabooks stellen, sollte zwischen den einzelnen Konfigurationen kein signifikanter Unterschied festzustellen sein. Das XPS 12 ist wahrlich ein flotter Begleiter.

Benchmarks

Um die Arbeitsgeschwindigkeit objektiv und vergleichbar bewerten zu können, haben wir natürlich auch das Dell XPS 12 für diesen Test verschiedenen Benchmarks unterzogen. Bei PC Mark 7 erreicht es eine Punktzahl von 4838, was in unseren Tests bisher den absoluten Spitzenwert darstellt. Crystal Disk Mark (Version 3.0.2) liefert für die Samsung PM830 SSD eine maximale  Lesegeschwindigkeit von 447 MB/s und eine maximale Schreibgeschwindigkeit von 265 MB/s. Bei der Lesegeschwindigkeit hatten wir schon ein paar Kandidaten mit geringfügig besseren Werten, dafür ist die Schreibgeschwindigkeit bisher top. Durch diese Werte und SSD-typische schnelle Zugriffszeiten unterstreicht das XPS 12 auch bei der Festplatte das hohe Niveau. NovaBench liefert 10563 MB/s als maximalen Speed für den Arbeitsspeicher, ebenfalls ein guter Wert.

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Startvorgänge

Die Kombination Windows 8 und SSD führt dazu, dass die Dauer der Startvorgänge eigentlich kein wirklich wahrnehmbares Problem mehr sind. Während früher Kombinationen von Windwos 7 mit HDD schon mit 30 Sekunden Zeitspanne vom ausgeschalteten Zustand zur vollen Betriebsbereitschaft einen ordentlichen Wert ablieferten, braucht das XPS 12 dank SSD und Windows 8 gerade mal 9 Sekunden dafür. Für das Aufwachen aus dem Standby (S3) werden ca. 1-2 Sekunden benötigt und aus dem Ruhezustand (S4) um die 6 Sekunden. Aber betrachtet man diese Zeiten mit den Augen eines täglichen Benutzens, spielt es kaum eine Rolle, ob nun neun, sieben oder sechs Sekunde benötigt werden.

Bewertung – Arbeitsgeschwindigkeit
Bewertung Arbeitsgeschwindigkeit: 4,5 von 5 Sternen

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass momentan in puncto Arbeitsgeschwindigkeit bei einem Ultrabook nicht viel mehr zu holen ist, lediglich die Lesegeschwindigkeit der SSD könnte ein wenig besser ausfallen, wobei sich diese wenigen MB/s in der Praxis kaum bemerkbar machen dürften. Die vorliegende Konfiguration des XPS 12 ist in der Kategorie Arbeitsgeschwindigkeit insgesamt wirklich hervorragend aufgestellt und erhält 4,5 von 5 Sternen.

Display

Als Display kommt beim Dell XPS 12 ein 12,5″ Touchscreen mit Full HD-Auflösung zum Einsatz. Wie bei berührungsempfindlichen Bildschirmen (fast) immer verfügt auch dieses Display über eine glänzende Oberfläche.

Auflösung und Spiegelung

Das verbaute IPS-Panel hat eine native Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln, also Full-HD. Die Darstellung ist somit absolut fein und es sind genügend Pixel vorhanden, um mehrere Programmfenster gleichzeitig nebeneinander öffnen zu können. Bei einem 12,5 Zoll Gerät mit einer Full HD-Auflösung werden aber wohl die allermeisten Anwender jede Internetseite zoomen und die entsprechende Windows-Option auf 150%-Größe einstellen. Die glänzende Oberfläche spiegelt stark, aber nicht mehr als sonst auch bei entsprechenden Touchscreens üblich. Ob man dies toleriert oder nicht liegt, wie immer bei den glänzenden Bildschirmen, im wahrsten Sinne des Wortes im Auge des Betrachters. Unterschiedliche Charaktere sind hier unterschiedlich sensibel. Die Spiegelung wird beim XPS12 durch die hohe Helligkeit des Displays fast komplett ausgeglichen, mehr dazu im nächsten Absatz.

Blickwinkel, Helligkeit und Kontrast

Abgesehen von der Spiegelung ist der Blickwinkel des XPS 12 in diesem Test sehr stabil, wie bei einem IPS-Panel üblich. Durch die Verwendung in den verschiedenen Modi ist dies aber auch erforderlich, da der Betrachtungswinkel stark variieren kann. Bei der Helligkeit geht das Display auch wieder in die Vollen. Der Leuchtdichtemesser Mavo-Monitor USB liefert hier Werte um die 340 cd/m² wobei die Helligkeit recht stabil über das komplette Display ist. Der Schwarzwert liegt bei 0,49 cd/m², was einem realen Kontrastverhältnis von etwa 700:1 entspricht, ein sehr guter Wert. Durch die hohe Leuchtdichte des XPS 12 werden viele Refelektion sozusagen überblendet, was aus meiner subjektiven Sicht ein Arbeiten unter freiem absolut ermöglicht.                    

Bewertung – Display
Bewertung Display: 4 von 5 Sternen

ultrabook-king.de bewertet das Display des XPS 12 mit 4 von 5 möglichen Sternen. Die unter den aktuellen (Software-)Voraussetzung praktikabele Auflösung wird bis zum Maximum ausgereizt, die Helligkeit und das Kontrastverhältnis sind sehr gut, so dass sogar die meisten störenden Einflüsse der reflektierenden Oberfläche neutralisiert werden können.

Ausstattung und Zubehör

In puncto Ausstattung und Zubehör, besonders bei den Anschlüssen, lässt das XPS 12 einige Wünsche offen. Das es auch bei einem Ultrabook Convertible in diesen Dimensionen anders geht zeigt Sony beim VAIO Duo 11 oder MSI beim S20.

Anschlüsse und Schnittstellen

An drahtlosen Schnittstellen ist mit n-WLAN, Bluetooth und Wireless Display (fast) alles dabei, was das Herz begehrt. Die fehlende Option auf ein internes UMTS- oder LTE-Modul oder der fehlende NFC-Chip lassen sich verschmerzen. Bei den physischen Schnittstellen hingegen besteht ein klares Defizit. Wo zwei USB 3.0-Ports und ein Kombi-Audio-Anschluss noch absolut ok sind, ist nur ein digitaler Anschluss für einen Monitor (Mini-Display-Port) schon zu wenig und Ethernet sowie ein Kartenleser fehlen gar völlig.

Eingabegeräte (Tastatur, Touchpad und Touchscreen)

Bei den klassischen Eingabegeräten überzeugt das XPS 12 in diesem Test voll. Die Tastatur lädt zum schnellen Tippen ein, hat einen recht kurzen Hubweg und ein ausreichendes Feedback. Das Touchpad ist intuitiv bedienbar, reagiert absolut präzise und vorhersehbar, was bei einigen Modellen der ersten Ultrabook-Generation gänzlich anders was. Die Nutzung von Multitouch-Gesten klappt einwandfrei, so das jeweilige Programm dies unterstützt. Stabilität und Haptik der Eingabegeräte sind sehr gut, nichts klappert oder biegt sich.

Auch der Touchscreen reagiert gut auf Eingaben, ob mit einem oder mehreren Fingern. Lediglich in Kombination mit der  Full HD-Auflösung ist die Nutzung von manchen Programmen tlw. etwas umständlich und es bedarf mehrerer Versuche, bis die gewünschte Aktion ausgeführt wird. Dieses Problem liegt aber weniger im Bereich des Touchscreens, eher in der entsprechenden Unterstützung bzw. speziellen Optimierung durch die Software-Anbieter.

Sound

Der Sound ist eher unterdurchschnittlich. Er ist recht flach und tlw. etwas blechern, bei höheren Frequenzen in Verbindung mit einer hohen Lautstärke kommt es zu störenden Vibrationen, einem Schnarren.

Bewertung – Ausstattung und Zubehör
Bewertung Ausstattung und Zubehör: 3 von 5 Sternen

Die Eingabegeräte sind sehr gut, die drahtlosen Schnittstellen lassen wenig Wünsche offen. Die physischen Schnittstellen lassen hingegen einigen Raum zur Verbesserung. Die dadurch insgesamt recht schlechte Konnektivität und der höchstens mittelmäßige Sound führen hier zu einer deutlichen Abwertung, so dass am Ende 3 von 5 möglichen Sternen zu Buche stehen.

Verarbeitung und Emission

In dieser Kategorie betrachten wir die generelle Qualitätsanmutung und die Wärme- und Geräuschentwicklung. Um es vorweg zu nehmen: mit kleinen Einschränkungen kann das getestete XPS 12 hier voll überzeugen.

Verarbeitung

Die verwendeten Materialien machen durchweg einen sehr hochwertigen Eindruck. Sowohl die Gehäuse-Basis als auch das Display verfügen über einen Alu-Rahmen, als Werkstoff für das Gehäuse kommt Kohlefaser mit einer matten Oberfläche zum Einsatz, im Bereich der Handballen-Ablage verwendet Dell Magnesium mit einer Soft-Touch-Oberfläche. Das Display wird von Gorilla Glas abgedeckt und dürfte somit wenig anfällig für Kratzer sein. Die Spaltmaße sind vorbildlich und egal wo man auch drückt oder zieht, nichts gibt nach oder bewegt sich, wenn es das nicht soll. Haptik und Stabilität sind insgesamt auf einem sehr hohen Niveau. Auch die Verarbeitung bezüglich der Wandelbarkeit von Ultrabook zu Tablet ist gelungen, Einzelheiten dazu im Absatz Convertible-Bewertung.

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Lautstärke

In puncto Geräuschentwicklung ist das XPS 12 bei den allermeisten Aufgaben unter normalen Bedingungen eigentlich nicht wahrzunehmen, in jedem Fall nicht störend. Unser Schallpegel-Messgerät PCE-322A von PCE Instruments liefert erst ab 30 dB zuverlässige Werte, das XPS 12 überschritt diese im Office-Betrieb nur sehr selten und wenn nur leicht. Der maximal Wert lag hier bei 31 dB, was wie gesagt von niemandem als störend empfunden werden dürfte. Etwas lauter wird es bei starker Belastung, z.B. einem Durchlauf von 3D Mark 11, wo wir den Schallpegel auf knapp 42 dB bringen konnten, dies ist dann deutlich wahrnehmbar, aber noch nicht wirklich störend. Auch sehr positiv ist die gelungene Lüftersteuerung, ein Aufdrehen erfolgt wirklich nur bei zunehmender Belastung, nicht zwischendurch, ohne auszumachende Ursachen. Das XPS 12 ist insgesamt als sehr ruhiger Zeitgenosse zu beschreiben.

Temperatur

Im Vergleich zu ARM-Prozessoren, wie sie in Windows RT- oder Android-Tablets und dem iPad zum Einsatz kommen, haben Intels Core i-CPUs technisch-bedingt eine deutlich höhere Wärmeentwicklung. Gerade beim klassischen Anwednungsfall eines Tablets, dem Konsum von Medien und Inhalten auf dem Sofa, könnte sich dies negativ auswirken. Dell ist es aber bei XPS 12 gelungen, diesen Faktoren passend zu begegnen. Bei typischen Tablet-Aufgaben, also z.B. im Internsurfen und dem Konsum von Online-Videos, konnten wir weder auf der Ober- noch auf der Unterseite störende Temperaturen messen. Die Messwerte lagen immer im akzeptablen Segment. Bereiche, an denen die Hände während der Nutzung zu finden sind, liegen bei maximal 30°C. Bei hohen Belastungen über einen längeren Zeitraum steigen natürlich auch die Temperaturen, wobei die Regionen denen man mit den Händen nahe kommt, im akzeptablen Bereich bleiben (bis ca. max 40°C). Die maximalen Temperaturen unter Volllast konnten wir in der Mitte des Lüfterauslasses auf der Unterseite messen, sie lagen bei rund 60°. Diesen Bereich sollte man bei aufwendigen Arbeiten also in jedem Fall meiden. Zur Ermittlung der Temperatur verwenden wir ein PCE-888 Thermometer von PCE-Instruments.

Bewertung – Verarbeitung und Emission
Bewertung Verarbeitung und Emission: 4,5 von 5 Sternen

Die Verarbeitung und der Ausstoß von Emissionen ist beim XPS 12 insgesamt sehr überzeugend. Die Stabilität, die Optik und die Haptik verdienen volle Punktzahl! Auch die Geräuschemission ist sehr gut. Leichte Abzüge gibt es für die Wärmeentwicklung bei hohen Belastungen. Insgesamt reicht es aber in dieser Kategorie zu 4,5 von 5 Sternen.

Mobilität

Wer sich ein Ultrabook anschafft, erwartet neben einer hohen Arbeitsgeschwindigkeit und einer schönen Optik auch eine hohe Mobilität, in besonderem Maße bei einem Ultrabook Convertible. Dementsprechend kommt dieser Kategorie eine hohe Gewichtung für das Gesamtergebnis zu. Um die Mobilität bewerten zu können, sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend, dazu gehören Gewicht, Abmessungen,  und die Akkulaufzeit.

Beim Gewicht und den Abmessungen liegt das XPS 12 im Vergleich zu ähnlichen Ultrabooks im oberen Mittelfeld. Die rund 1,5 kg sind für ein Gerät dieser Größe relativ viel und vergleichbare Kandidaten haben auch geringere Abmessungen (XPS 12: 317 x 215 x 20 – BxTxH in mm). Trotz dieser im Vergleich zur direkten Ultrabook-Konkurrenz eher schlechten Werte sind sie sehr alltagstauglich und im Vergleich zu vielen normalen Notebooks sogar sehr gut. Das glänzende Finish beim Display führt zu Reflexionen, die aber dank der sehr guten Helligkeit nahezu neutralisiert werden können. Bei der Akkulaufzeit punktet das Ultrabook Convertible von Dell wieder voll, es erreicht laut Hersteller bis zu 8 Stunden, Powermark ermittelte mit Ballanced-Einstellungen und mittlerer Display-Helligkeit 4:05 Stunden, was bei den aller meisten realistischen Anwendungsszenarien im Office-Betrieb für 5:30 bis 6 Stunden ohne Steckdosen-Kontakt reichen dürfte. Ein sehr ordentlicher Wert, besonders unter Berücksichtigung der vorhandenen Leistungsreserven der getesteten Variante.

Für eine mobile Nutzung ebenso ein großer Pluspunkt sind die Convertible Eigenschaften. Die Vorteile der unterschiedlichen Modi bieten in verschiedenen Situationen je einen großen Komfort.

Bewertung – Mobilität
Bewertung Mobilität für das getestete XPS 12: 4 von 5 Sternen

Trotz spiegelnder Oberfläche ist dank der hohen Helligkeit die Nutzung im Freien meistens möglich, mit kleinen Einschränkungen allerdings. Die Akkulaufzeit ist sehr ordentlich und die verschiedenen Modi sind ein sehr netter Bonus. Das Gewicht könnte dafür geringer ausfallen. Insgesamt bekommt das XPS 12 in diesem ultrabook-king.de-Test 4 von 5 möglichen Sternen in der Kategorie Mobilität.

Preis-/Leistung

Bewertung Preis-/Leistung: 4 von 5 Sternen

Die für diesen Test vorliegende Variante hat mit 1500€ (Januar 2013) einen doch sehr stolzen Preis, es handelt sich um das Top-Modell. Die günstigste Variante ist für 1200€ zu haben und trotzdem noch mit einem Intel Core i5, einer 128 GB SSD und 4 GB Arbeitsspeicher ausgestattet. Da nur die leistungsbezogene Hardware und die Festplatte etwas kleiner dimensioniert sind und diese Ausstattung aber für die aller meisten unter uns (bzw. die allermeisten Aufgaben) völlig ausreichend sein sollte, würde das Ergebnis der aktuell günstigsten Variante nicht viel schlechter ausfallen. Die Ausstattung ist sogar etwas besser (i5 statt i3) als bei der gleich teuren Variante des VAIO Duo 11. Berücksichtigt man diese Faktoren und bedenkt, dass man ein vollwertiges Notebook mit der Einsatzmöglichkeit als Tablet-Ersatz bekommt, scheint uns eine Bewertung mit 4 von 5 Sternen als angemessen. Kauft man ein mittelpreisiges Clam-Shell-Ultrabook und ein ordentliches Tablet, so ist man zusammen auch schnell 1200-1400€ los. Wobei im mobilen Einsatz und zum reinen Konsum von Inhalten ein Tablet sicherlich Vorteile gegenüber dem XPS 12 hat, dafür entfallen verschiedene Datenbestände und deren teils lästige Abgleich.

Convertible-Bewertung

Bewertung Convertible: 4,5 von 5 Sternen

An dieser Stelle betrachten und bewerten wir nochmal gesondert die Realisierung der Verwandlung von Tablet zu Ultrabook und umgekehrt. Die hier erreichte Punktzahl fließt nicht mit in das Endergebnis ein.

Beim Dell XPS 12 ist das Display innerhalb des Rahmens um 180° schwenkbar. Drückt man im Clam-Shell-Modus leicht gegen den oberen Bereich des Displays selbst, löst es sich vom Rahmen und kann stufenlos geschwenkt werden, wobei es natürlich genau mittig am Rahmen arretiert ist. Nach einer Drehung um 180° rastet das Display wieder im Rahmen ein. Die vorherige Rückseite mit dem Dell Logo zeigt nun zur Tastatur und umgedreht. Das Display kann jetzt mit Rahmen frei bewegt werden und es passt seine Orientierung dank Lagesensor automatisch der jeweiligen Ausrichtung an. Es kann also in verschiedenen Modi betrieben werden. Man kann das Display komplett auf der Tastatur ablegen, es lässt sich im Zelt-Modus verwenden und bringt auch gleich seinen eigenen Stand in Form der Gehäuse-Basis mit.

Die Umsetzung ist absolut stabil, auch die Quersteifigkeit von Display und Rahmen könnten besser kaum sein. Das Ein- und Ausrasten des Displays im Rahmen macht ebenso einen guten, langlebigen und wertigen Eindruck. Bezüglich der Langlebigkeit bietet der Schwenkmechanismus gegenüber Slider-Ultrabooks oder dem Taichi den Vorteil, dass sich das Display im zugeklappten Zustand innen befindet, somit auf der Tastatur abgelegt ist und dadurch einen höheren Schutz gegenüber Stößen und Kratzern genießt.

Während der Nutzung im Clam-Shell-Modus, also wie ein normales Notebook, entstehen durch die Convertible-Funktionen keinerlei Nachteile oder Einschränkungen, außer vielleicht ein insgesamt etwas breiter Streifen rund um den sichtbaren Bereich des Displays. Auch die Nutzung alternativ zu einem Tablet ist wirklich gut möglich, Nachteile hat es hier aber natürlich durch die Höhe und das Gewicht. Vorteilhaft ist hier hingegen wieder die Möglichkeit, das Convertible in verschiedenen Modi zu nutzen, wozu bei den reinen Tablets zumindest eine Tasche oder ein Standfuß benötigt wird.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Umsetzung stabil und solide ist. Außerdem bietet das XPS 12 gegenüber einem Notebook ohne Touch und Convertible-Funktion nur Vorteile, keinerlei Einschränkungen oder Nachteile. Betrachtet man nur die Funktion als Tablet, steht es den reinen Tablets sicher etwas nach, weiß aber auch hier durchaus zu überzeugen.

ultrabook-king.de bewertet in diesem Test die Convertible-Umsetzung des XPS 12 mit 4,5 von 5 möglichen Sternen. Bisher scheint nur das Konzept beim Lenovo ThinkPad Helix oder dem Intel Referenz-Design North Cape dem XPS 12 überlegen.

UPDATE: Wir haben die Haswell Variante des XPS 12 mittlerweile genauer unter die Lupe nehmen können, weiteres findet ihr hier: Vergleich: Haswell vs. Ivy Bridge mit Dell XPS 12.

Fazit

Dell XPS 12 im Ultrabook Test - Ergebnis

In diesem Test konnte das Dell XPS 12 voll überzeugen. Betrachtet man nur seine Eigenschaften als Clam-Shell-Ultrabook zeigt es schon was es kann und ist auf absoluten Top-Niveau, lediglich die Ausstattung, besonders die Konnektivität, könnten erheblich verbessert werden. Doch das XPS 12 ist nicht nur ein Clam-Shell-Ultrabook, es ist ein Ultrabook Convertible. Die Convertible-Umsetzung, mit einem im Rahmen um 180° schwenkbaren Display, ist sehr gut gelungen. Bei der Nutzung im Clam-Shell-Modus entstehen dadurch keine Nachteile im Vergleich zu einem Standard-Notebook. Im entsprechenden Modus mit einem dedizierten Tablet verglichen, ergeben sich ein paar Nachteile, diese werden aber durch die Vorteile der Vereinigung von zwei Geräten in einem wieder ausgeglichen.

Betrachtet man die einzelnen Wertungs-Kategorien, verdient sich das XPS 12 bei der Arbeitsgeschwindigkeit und Verarbeitung und Emission sehr gute Werte, mit je 4,5 Sternen. Verbesserungen sind hier (bei aktuellen Möglichkeiten) eigentlich nur noch bei der Lesegeschwindigkeit der SSD und der Temperatur im Bereich der Lufteinlässe unter Volllast möglich. Auch Display und Mobilität überzeugen beim XPS 12 und werden jeweils mit 4 Sternen gewertet, wobei es hier Abzüge für die spiegelnde Oberfläche des Displays und das für ein 12,5 Zoll Ultrabook recht hohe Gewicht gibt. Nicht überzeugend und höchstens Durchschnitt ist das XPS 12 Convertible bei Ausstattung und Zubehör. Kartenleser und Ethernet-Anschluss fehlen gänzlich, für den kabelgebundenen  Anschluss von externen Anzeigegeräten wird nur ein Mini-Display-Port geboten. Zum Lieferumfang gehören auch keinerlei Adapter oder z.B. eine USB-Ethernet-Schnittstelle.

Im Gesamtergebnis erhält das XPS 12 in diesem Test 81% bzw. 4 von 5 Sternen und somit die Note “Gut”. Es ist damit das Ultrabook mit dem bis dato besten Testergebnis bei ultrabook-king.de. Diese Einordnung bestätigen unseren subjektiven Eindruck über alle bisherigen Tests hinweg.

Als Ergänzung zu diesem Test haben wir natürlich auch wieder ein Video auf YouTube veröffentlicht, in dem Ihr euch einen Eindruck vom XPS 12 in bewegten Bildern machen könnt. Selbstverständlich zeigen wir im Video auch die Verwandlung von Ultrabook zu Tablet und die verschiedenen Nutzungs-Modi als Convertible.

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Artikelbild-Quelle: Dell

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